Photo © Dominique Marc Wehrli
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Giraffenanlage, Knies Kinderzoo

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Lieu
Rapperswil , Suisse
Année
2008
Coût
100 000 - 1 million
Étages
1-5 étages
Équipe
Kurt Müller, Pierre Robin Architekt Bauleitung

Das geschwungene, weit auskragende Dach des Giraffenhauses setzt ein markantes Zeichen an der Zufahrtsstrasse zum Zoo.

Hauptsächlich zwei Bilder führen zur Form dieses Daches: Zum einen knüpft es an die Tradition der expressiven Formen der heute raren bestehenden Ur-Kinderzoo-Zoobauten von Walter Behles an, die seit jeher Bestandteil des Kinderzoo-Erlebnisses sind. Weiter erinnert es an die flachen Baumkronen von Akazien.
In Kombination mit Oberlichtern ermöglicht die geschwungene Dachform eine sehr gute Ausnutzung des Tageslichtes. Unmittelbar unter dem Dach liegende Lüftungsflügel sorgen für eine gute natürliche Lüftung. Frische, staubfreie Luft und ausreichend Tageslicht sind wichtige Voraussetzungen für die Gesundheit der grazilen Tiere.

Ein wesentliches Gestaltungsmittel des Giraffenhauses ist der Masstabssprung. Dieser liegt auf der Hand, wenn man für die “höchsten“ Tiere der Welt baut.
Die konventionelle aber überdimensionierte vertikale Fassadenverkleidung aus Douglasie und ein überhoher Betonsockel entsprechen dem Masstab seiner Bewohner – und lassen den Menschen daneben winzig erscheinen.

Das Haus ist beheizt und hat konstruktiv wenig Ähnlichkeit mit einem gewöhnlichen Stall. Durch die Holzbauweise ergeben sich jedoch gewisse gestalterische Freiheiten: Nordseitig liegt die Hallenstatik im Innern des Gebäudes.
Obwohl es sich nicht um einen Besucherstall handelt, wird der Gestaltung des Innenraums grosse Beachtung geschenkt.
Besonderheiten, die sich aus der Physiognomie der Giraffe ergeben, spielen in der Funktionalität und der Detaillierung des Ausbaus eine zentrale Rolle.

Eine Herausforderung der Planung bestand in der Intergration der Anlage in den Zoorundgang, damals befanden sich gut 80% der Anlagefläche ausserhalb des Zooareals – ausserdem musste sich die Anlage ein paar Jahre nach ihrer Entstehung in eine damals unbekannte zukünftige Planung integrieren.

Eine Pump- und Trafostation der Stadt Rapperswil konnte in die Anlage integriert werden. Auf dem Dach der Station entstand eine attraktive Publikumsterrasse, von der aus die gesamte Anlage überblickt werden kann.

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